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Auszeiten für In-mir-Zeit

Jetzt bin ich da. Ich nehme mir Zeit, um bewusst anzukommen.

 

Wenn ich angenommen hatte, Ruhe und Idylle vorzufinden, war das jetzt bereits der erste Überraschungsmoment. Eine Motorradgruppe ist auf dem Weg zum See. Und eine Gruppe Wanderer macht Pause am See – die haben Spaß und alles hallt im Morgendunst!

 

Ist Auszeit untrennbar mit Stille verbunden? Mit stillen ZeitRäumen definitiv, nicht als stiller Raum gesamt.

 

Ich merke, dass meine Erwartung „nur die Natur und ich“ nicht ins Wanken geraten ist, sondern zu einem noch bewussteren Hinspüren geführt hat: „Wie will ich es? Was brauch ich in diesem Moment? Wie ermögliche ich es mir?“ Ich vertiefe meinen Fokus und das Durchlassen anderer Bewegungen und Geräusche durch mich hindurch – bleibe bei mir. 

 

So haben die letzten Tage begonnen, die ich mir als Auszeit für In-mir-Zeit genommen habe. Aber es war nicht immer so.

 

Kennst du das vielleicht: Ich nehme mir Zeit für mich, wenn diese Arbeit erledigt ist, jenes aufgebaut ist, alle anderen versorgt sind ... und dann noch Zeit übrig ist. Meist ist keine „übrig“. Weil entweder bereits das nächste zu tun wartet oder die Routine von neuem beginnt. Mit „Zeit für mich“ meine ich nicht erholende Entspannung – jenen Teil des Aktivitäts-Regenerations-Zyklus. Mit „Zeit für mich“ meine ich etwas Tiefergehendes, ein Retreat – ein Rückzug, eine Auszeit. Aus dem Alltag hinaustreten, Abstand zum Alltagsrhythmus ermöglichen und in einen ZeitRaum der Verbundenheit in mir hineintreten. Nur ich. Mich spüren.

Die Lebensdauer einer Flipperkugel ist begrenzt

Ich kenne das Gefühl, als wäre ich ein Spielball, der gespielt wird. Ich hatte ein Ziel vor Augen, das ich erreichen wollte, neue Aufgaben übernommen, mutig einen Schritt in Neuland gesetzt. Dann, wenn „es läuft“ – dann ist Zeit zum Innehalten. Vielleicht geht’s dir ähnlich oder du bist in der Phase deines Lebens, in der du deine Kinder in ihr Leben begleitest, Familienmitglieder pflegst, im Ehrenamt tätig bist ... kurz, in der du für andere sorgst und deren Bedürfnisse achtest. Was auch immer es ist, du hast dich frei dafür entschieden.

 

Aber mit der Zeit fühlt es sich nicht mehr so lebendig an wie zu Beginn. Du rotierst zwischen all den Aufgaben und Anforderungen (oft von dir selbst gestellt). Du hast das Dir-verbunden-sein aus den Augen verloren – aus deinem Bewusstsein, aber noch tiefer, du hast es aus deinem Körper verloren. Du spürst das Dir-verbunden-sein nicht (mehr).

Wenn ich weiß, was mich antreibt kann ich treiben, was ich will

Frei nach: Wenn ich weiß, was ich tue, kann ich tun was ich will (Moshe Feldenkrais)

 

Ich habe Auszeiten für mich in mein Leben integriert. Auszeittage. Einzelne Tag, mittlerweile auch im Doppelpack. Das Wichtigste für mich war: ich habe zu einem Zeitpunkt mit Auszeittagen begonnen, an dem „es noch nicht gelaufen ist“. Ich habe bewusst mich und mein Mir-verbunden-sein höher gewertet als Leistung oder Anforderungen von außen.

 

Die letzten beiden Auszeittage haben mich zu einer bisher noch nicht erspürten inneren Ruhe geführt, die mich nach außen durchaus laut und lebhaft sein lässt. Das stetige in Verbindung mit mir kommen hat sehr viele Begegnungen und Berührungen mit noch unbekannten Teilen in mir ermöglicht. Es ist ein Mir-verbunden-sein und ein Meinen-Raum-wahrnehmen und wahren. Es fühlt sich an, als wäre ich jedem Punkt in meinem Raum begegnet, habe ihn gespürt, für mich sichtbar und erlebbar gemacht. Ich bin in mir und in meinem Raum so fein und zart verwoben. Ich spüre meine Energie so kraftvoll und fülle meinen Raum vollständig aus.

Ich habe die Gewissheit meines Herzens berührt, bin in sie eingetaucht und spüre sie nun deutlich.

Ich bin so in mir, andere bringen mich nicht aus meiner Mitte – keine Gedanken, keine äußeren Anlässe. Es ist ein grundtiefes Vertrauen in mir.

Diese innere Wahrnehmung, dieses so tief in mir sein, wirkt auch in den Alltag nach. Natürlich bringt der Alltag wieder Irritationen und Auslöser mit sich, die mich mit bekannten Mustern reagieren lassen. Aber zum einen zieht es mich nicht so weit aus meiner Mitte und zum anderen habe ich diese Wahrnehmung aus dem Auszeiterlebnis in meinem Körper gespeichert, das ich abrufen kann. Ich kann bewusst in diesen Zustand der Gewissheit meines Herzens hineingehen und nachspüren. Neues wird durch Wiederholung im Gehirn verstärkt gespeichert. Und jedesmal an einem Auszeittag erlebe ich dieses Mir-selbst-verbunden-sein wieder intensiv und verstärke die gespeicherte Erfahrung emotional, physisch und kognitiv.


 

 

Die selbst.bewusst.sein - Meditation bringt dich in deine tiefe innere Ruhe, gleichzeitig nimmst du deine Lebendigkeit deutlicher wahr. Du wirst dir selbst bewusster, dein Körper kann entspannen und vergangene gespeicherte Emotionen loslassen.

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Dein Auszeittag vertieft das dir-selbst-verbunden-sein!

Ein Auszeittag ermöglicht dir, eine Lupe auf dich zu halten und zu schauen, lauschen, spüren, was im Alltag übertönt wird. Er macht dir so viele Geschenke über dich selbst! Die Begegnungen an dem Auszeittag spiegeln dir auf einer anderen Ebene deine Verhaltensmuster des Alltags wieder mit der Möglichkeit, sie zu erforschen. Du ermöglichst dir dem nachzuspüren, was dich berührt und ob du ihm Raum geben oder durch dich hindurchlassen willst.

 

Und der Bonus eines Auszeittags: bewusst erlebte Tage sind so erfüllend – ich fühle mich voll und seelisch satt aufgrund der erlebten nährenden Erlebnisse! Ich kann diese Bewusstheit in den Alltag mitnehmen und erkenne klarer, was für mich nicht nährend ist.

 

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Von Herzen,


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