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vom hohl fühlen zum wohl fühlen

 

Ich möchte dich gerne zu einem Experiment einladen:

dazu benötigst du Papier und einen Stift – und es dauert nicht lange.

 

Hier ist die Einladung:

notiere auf diesem Papier alles, was dir spontan zu dir einfällt.

 

Einfach durcheinander, wie es dir in den Sinn kommt.

 

Stell nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern schreib einfach drauf los.

 

Und erst, wenn du meinst, alles ist notiert, dann lies hier weiter.

 

 

Tu dir den Gefallen und mach mit!

 

Viel Spaß beim Notieren!

Nimm nun zwei verschiedenfarbige Stifte. Lies dir durch, was du notiert hast und unterstreiche mit der einen Farbe alles, was dich beschreibt und Handlungen, „Tun“ betrifft, zB: ich arbeite, wohne, spiele, gehe, bin, mache, lerne, kann gut, kann weniger gut, ...

 

Dann nimm die zweite Farbe und unterstreiche alles, was du notiert hast, bei dem du – auch beim Notieren – innerlich erlebst, zB. ich spüre, liebe, genieße, lache, fühle, lausche, rieche, schmecke, berühre, schaue, ...

 

Wie ist die Farbverteilung bei dir?

 

Alles, mit dem du dich von außen betrachtet beschreibst, gibt dir das Bild von dir wieder, das du von dir hast. Dein Selbstbild – dein kognitives, beschriebenes Du. Und alles, was du aus der inneren Erlebens-Perspektive geschrieben hast, gibt dein Selbstgefühl wieder. Gibt wieder, was und wie sehr du dich fühlst. Dein sinnliches, erfühltes Du.

 

Unter uns – ich hatte lange Jahre eindeutig ausschließlich ein Bild von mir (und das war eingeschränkt und unterlag meinem kritischen Bewertungs-Blick J). Ich konnte mich inwendig nicht fühlen. Die Konsequenzen daraus erlebte ich zwar, doch ich konnte keinen Zusammenhang herstellen.

Wie willst du dich wohlfühlen, wenn du dich nicht fühlst?

Vielleicht kennst du das auch: da ist so ein latentes unrund sein in deinem Leben – mal mehr und mal weniger – auch wenn viel Schönes in deinem Leben ist.

  • Du nimmst dich innerlich eher unsicher, schwach und kleiner als die anderen wahr auch wenn du ev. im Außen laut auftrittst und dich andere als selbstbewusst ansehen;
  • Alles lauft rund und du fühlst dich sicher, sofern deine Arbeit im Außen bestätigt und du von anderen Anerkennung erhältst – sobald diese fehlt, hast du das Gefühl ankerlos zu driften oder zu flattern;
  • Du kritisierst dich leicht, bewertest dich aus der Sicht von außen (bist mit deinen Gedanken oft im Kopf der anderen) und vergleichst dich mit anderen;
  • Es fällt dir schwer, mit anderen in Kontakt zu treten – tu tust es, aber das ist anstrengend; Es ist ein hoher Energieeinsatz nötig, um in Begegnung mit anderen zu gehen, es geht nicht mit Leichtigkeit; 
  • Du zweifelst an, ob das, was du machst richtig ist, ob du richtig bist, ob du es gut genug kannst und du gut genug bist; du befürchtest, dass eher das Schlimmere als das Bessere eintritt und verschiedene Ängste blockieren dich immer wieder mal;
  • Du willst alles perfekt erledigen, erwartest von dir sehr viel – gemessen an äußeren Maßstäben. Oft fühlst du dich ausgelaugt;
  • Du willst vorwärts, aber wirst innerlich ausgebremst – du kommst nicht oder nur sehr langsam vom Fleck;

Und gleichzeitig ist diese große Sehnsucht in dir, es möge leicht gehen und du willst einfach nur selbstverständlich, innerlich sicher und gelassen leben. Die Anstrengung und Anspannung loslassen können. Uneingeschränkt und Unbeschwert sein!

Die gute Nachricht: die Einschränkungen legst du selbst für dich fest.

Die Herausforderung dabei: du aktivierst sie unbewusst.

 

Es geht vielen so: wir sehen das Äußere, die Hülle und leben weniger das Verbundensein mit dem Inneren, mit der Fülle. Wir würden uns innerlich als hohl wahrnehmen – wenn wir genauer hineinspüren würden. Das wollen wir natürlich nicht. Darum bleibt die Aufmerksamkeit weiter im Außen und wir glauben, die Lösung liegt in der Veränderung im Außen, in dem was wir nach außen tun.

Wie du das Zarte in deinem Starksein und die Stärke in deiner Zartheit spüren lernst

All die Verhaltensmuster, die wir im Laufe der Jahre entwickelt haben, helfen uns, um uns Sicherheit und Halt zu ermöglichen. Weil uns etwas Grundlegendes abhanden gekommen ist, um Geborgenheit und Halt in uns zu spüren, haben wir Alternativen konstruiert. Diese gleichen aus, dass wir uns innerlich hohl wahrnehmen und keine natürliche Standfestigkeit spüren.

 

Was im Umkehrschluss auch bedeutet, sobald es uns gelingt, dieses Grundlegende wieder zu beleben und aktivieren, ist es uns möglich all das, was uns einschränkt (was wir aber jetzt noch für unseren Halt brauchen) zu lösen, frei zu lassen.

 

Und dieses Grundlegende ist dein Selbstgefühl – dich inwendig zu fühlen und zu spüren –

deinen Körper, deine Seele, deine Emotionen.

 

Ich nenne es herz.verbunden.sein – auch wenn es einen größeren Bereich als das Herz umfasst.

 

Es geht ums Fühlen und ums Füllen. Es geht darum, das Verbundensein mit deinem Körperleib zu spüren. Dich inwendig zu spüren und dich gefüllt zu spüren.

 

Dein Körper zeigt emotionale und energetische Zustände an, übermittelt dir seelische Impulse und meldet physische Aspekte. Dein Körper meldet dir jegliches aus der Balance sein. 

Du kannst dich 100% auf deinen Körper verlassen

Ich weiß, dass es als große Herausforderung erscheinen mag, die Aufmerksamkeit aus dem Kopf in den Körper zu lenken, weil du gewohnt bist, aus dem Kopf heraus zu handeln und mit dem Kopf zu kontrollieren. Doch dein Körper benötigt keine Kontrolle durch den Verstand. Er ist ein wichtiger und gleichwertiger Teil für dein Wohlfühlen. Vieles wird dir erst durch deinen Körper möglich. Stärke dein Selbstgefühl und es wird dir möglich, zB. deine Anspannungen und Anstrengungen zu lösen. 

 

BONUS: falls du ein eingeschränktes Bild von dir haben solltest, dh. dich kritisch betrachtest – dein Selbstgefühl weitet dein Selbstbild!

 

Gib deinem Körper eine Chance und probiere dich aus: lade dir die 3 Schlüssel für dein "im Körper bewusst sein" herunter und lerne, den Raum in deinem Körper zu spüren und zu fühlen.

 

Sammle Erfahrungen mit deinem Selbstgefühl – ich freue mich, wenn du mir über deine Erfahrungen schreibst.

 

Webe die Herzverbindung zu dir – dabei wünsche ich dir viel Freude!

 

Von Herzen,


Bildquellen: sad444 / getty Images; bangkarn thanyakij / pexels

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